Akupunktur gegen den Tennisarm

Bei einem Tennisarm kommt es mitunter zu starken Schmerzen und Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit. Selbst alltägliche Bewegungen können so zu einer echten Qual werden.

Zur Linderung der Beschwerden können verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Zunächst einmal ist es wichtig, die betroffenen Muskeln und Sehnen zu schonen.

Sofern andere Therapien wie Krankengymnastik oder Salbenumschläge nicht zum gewünschten Erfolg führen kann der Tennisarm auch mit einer Akupunktur behandelt werden…

 

Wie wirkt Akupunktur auf den Tennisarm?

Eine Akupunktur trägt dazu bei, dass die Spannungen innerhalb Ihrer Muskulatur gelöst werden. Dadurch werden die Schmerzen schon nach relativ kurzer Zeit gelindert. Zum anderen führt die Akupunktur dazu, dass der Kreislauf Schmerz -Verspannung – Schmerz unterbrochen wird.

Zahlreiche Patienten berichten, dass sich die Funktionsfähigkeit und Griffstärke bereits nach einer Behandlung über fünf Wochen deutlich erhöht. Der Vorteil dabei ist, dass es zu keinerlei Nebenwirkungen kommt.

 

Funktionsweise der Akupunktur bei einem Tennisarm

Akupunktur gegen den TennisarmDie Akupunkturlehre geht davon aus, dass ein Energiestau für die Beschwerden bei einem Tennisarm verantwortlich ist. Dieser Energiestau lässt sich dann beispielsweise über den Dickdarm-Meridian ableiten. Dieser verläuft von der vorderen Spitze des Zeigefingers über die Daumensehnen weiter den Unterarm entlang über den Oberarm zur Schulter.

Hier wird der Meridian in zwei Äste geteilt…

Ein Ast geht ins innere des Körpers über Lunge und Zwerchfell zum Dickdarm. An der Wange teilt sich dieser Ast nochmals und ein Teil verläuft weiter zur Nase.

Der zweite Ast führt von der Schulter zu den unteren Zähnen und zum Zahnfleisch. Entlang des Dickdarm Meridians befinden sich zahlreiche Punkte, die je nach den vorhandenen Beschwerden punktiert werden.

Sie brauchen dabei keine Angst zu haben, dass die Nadeln direkt in die schmerzenden Körperstellen gestochen werden. Zur Behandlung des Tennisarms werden beispielsweise verschiedene Punkte am Oberarm akkupunktiert. Dadurch sollen insbesondere die Schmerzen in den Ellenbogen gelindert werden.

Ziel der Akupunktur ist es unter anderem auch die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren. Deshalb wird der Akupunkteur auch verschiedene Punkte in anderem Meridianen nadeln. Die schmerzenden Stellen an Ellenbogen und Unterarm werden von der Akupunktur jedoch nicht betroffen. Sie werden überrascht sein, wie schnell die Schmerzen nachlassen, wenn Sie die jeweiligen Stellen zusätzlich noch mit einem Eisbeutel behandeln.

Dauer einer Behandlung

Wie lange die Behandlung dauert, hängt in erster Linie von der Schwere der Erkrankung ab. Eine dauerhafte Besserung tritt zumeist nach etwa 20 Behandlungen bei wöchentlich zwei Sitzungen. Die ersten Verbesserungen treten jedoch oftmals bereits nach den ersten Anwendungen auf.

 

Kombination mit einer Stoßwellentherapie

In vielen Fällen wird die Akupunktur in Kombination mit anderen Behandlungsformen wie einer Krankengymnastik angewendet. Sehr häufig führt auch eine Kombination von Akupunktur und Stoßwellentherapie zu einer erfolgreichen Behandlung.

Dabei erfolgt die Akupunktur auf klassische Weise durch Nadeln der Punkte fernab vom eigentlichen Schmerzherd. Ergänzend hierzu werden gezielt auf die lokalen Akupunkturpunkte und Verspannungen die Stoßwellen angewendet. Die betreffenden Stellen werden durch den Therapeuten durch Ertasten lokalisiert.

Die Stoßwelle kann ihre Wirkung so direkt in den verspannten und schmerzhaften Muskelfasern entfalten. Durch die kombinierte Wirkung von Stoßwellen und Akupunktur lässt sich oftmals ein schnellerer Behandlungserfolg erzielen, als wenn beide Behandlungsformen getrennt angewendet werden.

 

Behandlungserfolg: Was sagen Studien?

Wissenschaftler der kanadischen McMaster University in Hamilton haben verschiedene Studien hinsichtlich der Wirkung einer Akupunktur bei einem Tennisarm untersucht. Dabei konnte die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode eindeutig belegt werden.

Durch die Akupunktur werden die Schmerzen zu einem großen Teil gelindert, ohne dass es dabei zu irgendwelchen Nebenwirkungen kommt. Mittlerweile sind auch viele gesetzliche Krankenkassen von der Wirksamkeit einer Akupunktur überzeugt und übernehmen die Kosten komplett oder zumindest teilweise.

Falls Sie privat versichert sind, stehen die Chancen ebenfalls sehr gut, dass die Kosten einer Akupunktur erstattet werden. Zumal diese im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden um einiges geringer sind.

Als Nachteil von Akupunktur lässt sich also hauptsächlich der Zeit- und Kostenfaktor erwähnen. Wir empfehlen daher eher die Behandlung mittels natürlicher Bewegungstherapie und gezielten Übungen.

 

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