Mit der Bezeichnung Tennisarm wird eine Erkrankung an der Muskulatur und den Sehnenansätzen des Unterarms beschrieben…

Allerdings sind längst nicht nur Tennisspieler von einem Tennisarm betroffen. Im Gegenteil: die Erkrankung kommt weit häufiger bei anderen Personengruppen vor.

Die Ursache liegt in einer einseitigen und übermäßigen Belastung der entsprechenden Muskeln wie sie insbesondere neben Tennisspielern auch bei Musiker oder Golfern vorkommt. Falls Sie in Ihrem Alltag oder Berufsleben eintönige Bewegungen durchführen kann es ebenfalls zu einem Tennisarm kommen.

In der Folge kommt es im Bereich des Ellenbogens zu Entzündungen, welche dann die für einen Tennisarm typischen Symptome auslösen…

 

Erstes Symptom sind Schmerzen

Bei einem Tennisarm kommt es zu starken Schmerzen, die sich vor allem auf den Ellenbogenbereich fokussieren. Zu Beginn der Entzündung treten die Schmerzen vor allem am Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellenbogens auf.

Dabei spüren Sie noch keinen dauerhaften Schmerz, sondern dieser tritt nur bei einer Belastung der durch die entzündeten Sehnen betroffenen Muskeln auf. Sie benötigen diese in erster Linie für die Streckung der Hand, sodass die Schmerzen vor allem bei den folgenden Bewegungen auftreten:

  • Wenn Sie die Hand oder den Mittelfinger strecken, insbesondere wenn die Bewegung gegen einen Widerstand erfolgt.
  • Sie strecken oder drehen den Ellenbogen während sich die Hand in einer Beugestellung befindet.
  • Sie ballen die Hand zu einer Faust oder üben Druck auf einen Gegenstand aus.

 

Mit der Zeit (und wenn man keine adequaten Maßnahmen ergreift) nehmen die Schmerzen immer mehr zu und diese treten vermehrt auch dann auf, wenn Sie den Arm ruhigstellen…

Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung strahlen die Schmerzen dann häufig bis in den gesamten Unterarm aus. Dazu kann es vorkommen, dass Sie den Ellenbogen nicht mehr wie gewohnt bewegen können. Zu diesen Bewegungseinschränkungen kommt es besonders morgens nach dem Aufwachen. Ein komplettes Strecken des Ellenbogens ist dann oftmals nicht mehr möglich.

 

Tennisarm SymptomeKraftverlust im Handgelenk

Durch die Entzündung der Sehnen kommt es auch zu einer Schwächung des Handgelenks.

Dies hat zur Folge, dass Sie den gesamten Arm nicht mehr wie gewohnt einsetzen können. Besonders das feste Zugreifen mit der Hand ist dann kaum noch möglich.

Selbst einfachste Bewegungen wie Händeschütteln oder das Schreiben mit einem Stift sind dann nur noch unter starken Schmerzen möglich.

Die Gründe hierfür liegen in einer Verletzung des an dieser Stelle verlaufenden Nervs. So wird das tägliche Leben durch den Tennisarm sehr stark beeinträchtigt.

In puncto Behandlung und Heilung gilt es noch weitere Symptome zu berücksichtigen. So sollte man auf keinen Fall zu voreilig mit Operationen oder medikamentöser Behandlung sein…

 

Auf weitere Symptome achten

Die Symptome beim Tennisarm äußern sich in erster Linie durch Schmerzen in den genannten Bereichen. Um die richtige Diagnose zu stellen, ist es deshalb wichtig, dass der Arzt eine genaue Anamnese durchführt. Bei einer Röntgenuntersuchung werden in der Regel keine typischen Veränderungen sichtbar. Zur Untersuchung gehört dabei auch eine genaue Befragung, damit der Tennisarm gegen Erkrankungen mit einem ähnlichen Krankheitsbild abgegrenzt werden kann.

Hierzu gehören insbesondere der Golferarm und das Supinatorlogensyndrom. Anhand verschiedener Widerstandstests kann der Arzt die Schmerzentwicklung testen und Tennisarm so gegen andere Krankheitsbilder abgrenzen.

Bei einem Golferarm bereitet bereits das Anheben von Gegenständen oder das Drehen des Unterarms gegen einen Widerstand starke Schmerzen. Allerdings sind von einem Golferarm noch weitere Muskelgruppen betroffen. Somit verstärkt sich der Schmerz beim Strecken oder Beugen des Handgelenks nicht.

Bei einem Supinatorlogensyndrom ist das Schmerzempfinden zunächst ähnlich wie beim Tennisarm. Allerdings werden diese nicht durch eine übermäßige oder einseitige Belastung hervorgerufen, sondern durch einen eingeklemmten Nerv im Bereich des Unterarms. Deshalb ist beim Supinatorlogensyndrom auch eine andere Therapie erforderlich als bei einem Tennisarm. Es gibt noch verschiedene weitere Erkrankungen wie Tumore, Arthrose oder Entzündungsreaktionen die zu ähnlichen Beschwerden führen können wie ein Tennisarm.

 

Perspektiven für Tennisarmheilung

Die Chancen, dass die Symptome des Tennisarms wieder komplett verschwinden stehen sehr gut. Dabei gilt, je früher Sie mit der richtigen Therapie beginnen, desto besser sind auch die Heilungschancen.

Je länger Sie damit warten, desto größer ist die Gefahr, dass die Schmerzen chronisch werden. Gehen die Symptome über einen längeren Zeitraum nicht zurück, kann auch eine Operation sinnvoll sein.

Als hervorragende und oft unterschätzte Möglichkeit zur Heilung des Tennisarmes hat sich eine Übungstherapie bewährt. Hier kann man auf Medikamente, teure Operationen sowie unbequeme Bandagen gänzlich verzichten.

 

.

.