Möglichkeiten Für Therapie & Behandlung

Welche Therapie bei einem Tennisarm infrage kommt, hängt in erster Linie von der Schwere der Erkrankung und Ihren Beeinträchtigungen im Alltag ab. Generell können während einer Therapie verschiedene Maßnahmen ergriffen werden.

 

Start der Therapie

In den meisten Fällen wird der Arzt mit einer konservativen Therapie beginnen. Ziel ist es dabei immer eine Operation zu vermeiden, was in 97 Prozent aller Fälle auch gelingt. Zunächst ist es einmal wichtig, den betroffenen Arm zu schonen.

Insbesondere die Bewegungen welche zu den Beschwerden geführt haben sollten Sie unbedingt vermeiden. Auch andere übermäßige Belastungen des Arms gilt es, so weit wie möglich zu vermeiden.

Die komplette Ruhigstellung des Armes ist allerdings nicht anzuraten. Aus diesem Grund sind auch Bandagen und Spangen mit Vorsicht zu genießen.

Zur Linderung der Schmerzen können Sie die betroffene Stelle mit Kälte- oder Wärmeanwendungen behandeln. Kälte verhilft besonders bei akuten Beschwerden, während Wärme eher im chronischen Stadium der Erkrankung geeignet ist. Legen Sie das Eis bei einer Kältebehandlung nie direkt auf die Haut und kühlen Sie die Stelle maximal zwischen 20 und 30 Minuten.

 

Linderung durch Krankengymnastik

Tennisarm TherapieEine Physiotherapie mit Krankengymnastik kann bei einem Tennisarm ebenfalls sinnvoll sein. Mit verschiedenen Dehnübungen lassen sich zum einen die Schmerzen lindern und zum anderen wird dabei auch der Heilungsprozess gefördert.

Dazu gibt es auch spezielle Massagetechniken, die sich für die Behandlung eines Tennisarms anbieten. Insbesondere ist hier die Quermassage der Muskulatur des Handgelenks zu nennen, welche auch als Querfriktion bezeichnet wird.

Weitere Möglichkeiten um die Schmerzen zu lindern ist eine Behandlung mit Ultraschall oder Mikrowellen

Diese können entweder einzeln oder in Kombination mit Massagen eingesetzt werden. Durch eine solche Behandlung wird die Durchblutung der Muskulatur vor der Massage erhöht, wodurch diese besonders effektiv ist. Bei einer bereits fortgeschrittenen Erkrankung wird häufig auch eine Stoßwellentherapie eingesetzt.

 

Behandlung mit Bandagen

Um die schmerzenden Sehnen und Muskeln zu entlasten können Sie auch eine Bandage anlegen. Hierfür gibt es eine spezielle Bandage, die sogenannte „Epicondylitis-Spange“.

Wichtig dabei ist, dass Sie die Bandage über mehrere Tage hinweg durchgehend tragen. Es gibt noch verschiedene weitere Bandagen und Tapes, mit denen Sie die Schmerzen lindern können.

 

Einsatz von Medikamenten

Als nächsten Schritt bei einer Behandlung wird der Arzt vermutlich das eine oder andere Medikament einsetzen. Sinnvoll sind beispielsweise entzündungshemmende Salben, die auf den Verband aufgetragen werden. Alternativ gibt es die meisten Mittel auch zur oralen Einnahme.

Eine weitere Möglichkeit ist die Injektion einer Mischung aus Entzündungshemmern und Lokalanästhetika. Der Arzt spritzt diese an mehreren Stellen um die Nerven herum ein und blockiert dadurch die Nervenleitung, sodass Sie keine Schmerzen mehr empfinden.

 

Letzter Ausweg: die Operation?

Sollten sich Ihre Beschwerden innerhalb von sechs Monaten nicht verringern oder kommt es während der Therapie gar noch zu stärkeren Schmerzen lässt sich eine Heilung möglicherweise nur durch eine Operation erzielen. Allerdings ist dies nur in Ausnahmefällen der Fall.

Die Operation wird zumeist ambulant durchgeführt und verspricht in der Regel gute Heilungschancen. Für den Arzt ergeben sich dabei zwei Möglichkeiten. Er kann zum einen die Muskulatur von ihrem Ursprung ablösen oder alternativ die zu dem betroffenen Bereich führenden Nerven veröden.

Dank neuer Techniken lassen sich solche Eingriffe auch minimal-invasiv durchführen. Hierfür ist lediglich ein kleiner Hautschnitt erforderlich und nach ein paar Minuten ist das Ganze erledigt. Da diese Methode noch relativ neu ist, wird sie jedoch noch nicht von allen Ärzten angewendet. Die Chancen sind durchaus hoch, dass Sie Ihren Arm anschließend wieder uneingeschränkt bewegen können.

 

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Krankheitsbild kann auch eine Akupunktur zur Linderung der Beschwerden führen. Der Vorteil dabei ist, dass die Akupunktur nicht nur die Schmerzen lindert, sondern gleichzeitig auch entzündungshemmend wirkt.

Als weitere Maßnahme um einer OP zu entgehen, kann der Arzt bei Ihnen noch einen Ellenbogengips anlegen. Der Gips wird ununterbrochen getragen und verhindert jegliche Bewegung des Gelenks.

Da Sie durch den Gips jedoch erheblich eingeschränkt sind, stellt dieser sicherlich keine dauerhafte Lösung dar. Zudem wird bei dieser Variante nicht die Ursache, sondern nur die Symptome bekämft.

Übrigens: Immer mehr Experten raten zu speziellen Übungstherapien gegen den Tennisarm. Hier lässt sich durch spezielle und harmonische Bewegungen nicht nur eine umgehende Schmerzlinderung erwirken, sondern auch die komplette Heilung.

 

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