Was ist ein Tennisarm?

Auch wenn Sie noch nie in Ihrem Leben Tennis gespielt haben können Sie von einem Tennisarm betroffen sein…

Erstes Symptom ist ein stechender Schmerz im seitlichen Bereich des Ellenbogens, welcher bei Druckausübung noch an Intensität zunimmt. Auslöser der Beschwerden ist eine Überbelastung der Strecksehnen im Unterarm durch hoch frequente oder sich ständig wiederholende Bewegungen.

Diese führen zu einer Entzündung des seitlichen Knochenvorsprunges des Ellenbogens. In erster Linie sind Männer und Frauen mittleren Lebensalters von einem Tennisarm betroffen.

was ist ein tennisarm

Ursache nicht immer eindeutig…

Als Hauptursache für einen Tennisarm gilt eine chronisch mechanische Überbelastung des Ellenbogens. Besonders die sogenannte Supinationsbewegung kann bei häufigen Wiederholungen über einen längeren Zeitpunkt die Beschwerden auslösen.

Dabei werden Hand und Unterarm so gedreht, dass die Daumen nach außen zeigen. Aufgrund der sich permanent wiederholenden Bewegungen kommt es zu kleinsten Einrissen in der Streckmuskulatur des Unterarms. Zu den typischen monotonen Bewegungsabläufen gehört beispielsweise das Betätigen eines Schraubendrehers oder das Öffnen von Flaschen.

Wenn Sie häufig Sportarten wie Tennis, Golf oder andere Wurfsportarten ausüben, gehören Sie ebenfalls zur Risikogruppe für einen Tennisarm. Bei Tennisspielern liegen die Ursachen zumeist in einer falschen Spieltechnik insbesondere beim Schlagen der Rückhand.

Dazu können genetische Bedingungen oder ein Verschleiß des Ellenbogengelenks die Entstehung eines Tennisarms begünstigen. Nicht zu unterschätzen sind auch psychische Aspekte, die zu einer Chronifizierung der Beschwerden führen können.

 

Große Beeinträchtigungen im Alltag…

Ein Tennisarm zeigt sich zumeist durch einen starken Schmerz im Ellenbogenbereich. In den meisten Fällen strahlt der Schmerz in den Unterarm und die Hand aus. Besonders das Drehen des Arms oder das Ballen einer Faust ist dann nur noch unter starken Schmerzen möglich.

Dazu ist die Bewegungsfähigkeit Ihres Ellenbogens stark eingeschränkt. Dies hat zur Folge, dass der Ellenbogen zur Entlastung ruhig gestellt werden muss. Je nach Ausmaß der Beschwerden können diese bis zur Innenseite Ellenbogengelenks erstrecken.

Je nach Krankheitsbild kann der Tennisarm noch weitere Folgen haben. So können sich starke Verspannungen und Verhärtung in der Unterarmmuskulatur bilden. Möglich sind auch Gefühlsstörungen und Taubheitsgefühle in diesem Bereich.

Dadurch kommt es zu einem Kraftverlust in den Hand und Fingermuskeln, der es Ihnen schwermacht Gegenstände mit der Hand zu greifen. So verursachen selbst einfachste Bewegungsabläufe heftige Beschwerden, was zu starken Beeinträchtigungen im Alltag führt.

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Selbsthilfe und Vorbeugung…

Sobald Sie die ersten Anzeichen eines Tennisarms verspüren sollten Sie Belastung des betroffenen Arms sofort beenden. Gerade im Anfangsstadium ist es wichtig, durch konsequente Schonung ein Fortschreiten der Beschwerden zu verhindern.

  1. Insbesondere Bewegungen die Schmerzen auslösen sollten unbedingt vermieden werden. Um die ersten Schmerzen zu lindern können Sie die betroffene Stelle mit einem Eisbeutel kühlen.
  2. Legen Sie diesen jedoch niemals direkt auf die Haut. Am besten einfach ein Stück Stoff zwischen Haut und Kühlbeutel legen.
  3. Kühlen Sie nicht länger als 20 bis 30 Minuten und legen Sie dann eine Pause von mindestens einer Stunde ein, bevor Sie erneut kühlen.

 

Sinnvoll ist zudem regelmäßiges Dehnen und spezielle Übungen…

  1. Strecken Sie den Ellenbogen hierzu komplett aus und drehen Sie den Unterarm dabei nach innen.
  2. Anschließend die schmerzende Hand vorsichtig zur Seite drücken, sodass die Finger nach außen zeigen. Die Spannung dabei für etwa 15 Sekunden halten.
  3. Nach einer kurzen Pause können Sie die Übung erneut ausführen.

 

Um den Arm zu schonen können sie auch eine Bandage, eine sogenannte Epicondylitis Spange anlegen, Diese erhalten Sie in Sanitätshäusern oder Apotheken. Je nach Stärke der Beschwerden verschreibt Ihnen der Arzt eine entzündungshemmende Salbe oder verordnet eine Krankengymnastik.

 

Prognose bei einem Tennisarm…

In vielen Fällen gehen die Beschwerden auch ohne eine ärztliche Behandlung wieder zurück. Treten die Schmerzen bei bestimmten Bewegungen auf, ist es sinnvoll, die angewandte Bewegungstechnik oder das Sportgerät überprüfen zu lassen.

Sollten die Beschwerden nicht von alleine abklingen wird der Arzt zunächst eine konservative Behandlung mit durchführen, die in den meisten Fällen zu einem kompletten Abklingen der Beschwerden fühlt. Nur ganz selten sind weitergehende Maßnahmen wie eine Operation erforderlich.

Besonders empfehlenswert ist eine harmonische Übungstherapie für die Regeneration. Hierbei wird vermieden, dass Gewebe und Sehnen einen dauerhaften Schaden davontragen. Viele Sachverständige aus dem Bereich des Gesundheitswesens betrachten die Effizienz solcher Übungen als weit höher als bei Bandagen, Medikamenten oder sogar der OP.

 

 

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